Freiwillige Feuerwehr Hemkenrode

Chlorgaseinsatz der Feuerwehren am Freibad am Elm in Hemkenrode

Am 18.04.2018, 01:00 Uhr, meldete die im Freibad am Elm installierte Gaswarnanlage eine erhöhte Chlorgaskonzentration in der Raumluft des technischen Bereiches. Daraufhin alarmierte die Feuerwehrleitstelle in Braunschweig die Ortsfeuerwehr Hemkenrode, sowie parallel die für so eine Gefahrenlage weiteren vorgesehenen Ortswehren der Gemeinde Cremlingen und die Gefahrguteinheit des Landkreies Wolfenbüttel. Zusätzlich wurden die örtlichen Einsatzleitungen (ÖEL) aus Cremlingen und Sickte und ein Rettungswagen der schnellen Eingreifgruppe (SEG) hinzugezogen.

Nachdem die zuständige Wehr aus Hemkenrode am Einsatzort eingetroffen und erste Absperrmaßnahme durchgeführt hatte, meldete der vom Einsatzleiter Tobias Breske ausgesandte Spürtrupp unter Atemschutz, dass Anhaltspunkte die Freisetzung von Chlorgas wahrscheinlich machen. Der Trupp wurde sofort zurückgezogen und die Lage der Leitstelle mitgeteilt. Weitere umliegende Ortswehren wurde daraufhin alarmiert. Die örtlichen Einsatzleitungen (ÖEL) von Cremlingen und Sickte bildeten ein gemeinsames Lagezentrum am Einsatzort und dem Einsatzleiter standen schließlich insgesamt 120 Feuerwehrleute für die weiteren Maßnahmen zur Verfügung. Der Schwimmmeister des Freibades war ebenfalls am Einsatzort, so dass auf einen Fachmann für die örtlichen und technischen Gegebenheiten zurückgegriffen werden konnte.

Die Hauptaufgabe fiel nun den Gruppen der Gefahrguteinheit zu, die sowohl Fachkräfte für einen CSA-Einsatz mit Vollschutz ausrüsten mussten, als auch die Dekontaminationsstation aufbauten, um die gesicherte Rückkehr der Kräfte aus dem Gefahrenbereich zu gewährleisten. Erste Meldungen der Trupps ergaben, dass tatsächlich Chlorgas freigesetzt und auch nach außen gedrungen war.

Die Tageszeit, die Lage des Gefahrenobjektes außerhalb der Ortslage und die vorherrschende Windrichtung begünstigten die weiteren Maßnahmen der Einsatzkräfte. Eine Gefahr für die Bevölkerung konnte ausgeschlossen werden. Mit einem Wasserschleier wurde im unmittelbaren Gebäudebereich das Chlorgas aus der Luft gebunden und zu Boden gedrückt.

Schwieriger stellte sich indes das Auffinden der Schadstelle im Bereich der Anlage heraus. Trotz intensiver Suche und durchgeführter Abdichtungsversuche, ergaben mehrfache Prüfungen immer wieder Anstiege der Chlorgaswerte. Auch der Einsatz einer Wärmebildkamera führte nicht zum Auffinden der Schadstelle. Schließlich konnte eine etwas abseitsstehende Reserveflasche als Verursacher ermittelt und das Leck abgedichtet werden.

Gegen 07:30 Uhr konnte Tobias Breske die Einsatzkräfte mit Dank entlassen. Der Einsatz wurde ohne Schaden an Mannschaft und Gerät beendet. Die weiteren Instandsetzungsmaßnahmen übernahmen Mitarbeitern einer Fachfirma, denen der Ereignisort direkt übergeben wurde.

Weitere Bilder des Einsatzes – HIER

Heiko Brandes